Freiwillige Feuerwehr Weißkeißel

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Vogelgrippe - was ist das?

Was ist Influenza A (H5N1)?

Influenza, im Volksmund auch Grippe genannt, ist eine seit Jahrhunderten bekannte Infektionskrankheit des Menschen, die in der Schweiz in jedem Winter mit unterschiedlicher Heftigkeit zu Ausbrüchen führt. Der Erreger der Grippe ist das Influenzavirus. Von den verschiedenen Typen des Influenzavirus spielen Influenza-A- und Influenza-B-Viren beim Menschen eine wichtige Rolle. Influenza-A-Viren können auch Tiere infizieren. So das gegenwärtig zirkulierende Vogelgrippevirus, Influenza A (H5N1). Dieses ist ein Subtyp des Influenza-A-Virus. Das Vogelgrippevirus H5N1 kommt bei Vögeln, insbesondere bei Hühnern und Wasservögeln vor. Die Krankheit wird deshalb auch als Vogelgrippe oder Geflügelpest bezeichnet. Die Vogelgrippe kann beim Geflügel zwei Erkrankungsformen auslösen:

- Niederpathogene aviäre Influenza.Die Infektion des Geflügels zeichnet sich durch einen milden   Krankheitsverlauf aus - oft nur gekennzeichnet durch zerzauste Federn oder einen Rückgang der   Eierproduktion.

- Hochpathogene aviäre Influenz: Nahezu 100% des erkrankten Geflügels sterben innerhalb sehr   kurzer Zeit nach der Ansteckung.

Meist tritt das Virus in einer wenig pathogenen Form auf. Die derzeit zirkulierenden Virusstämme des Subtyps H5N1 gelten hingegen als hochpathogene Form der Vogelgrippe die in äußerst seltenen Fällen auch auf den Menschen übertragen werden kann.

Wie haben sich die erkrankten Personen mit dem Vogelgrippevirus infiziert?

Ansteckung erfolgte in der Regel durch direkten Kontakt mit erkranktem Geflügel und dessen Kot und Atemwegsausscheidungen. Im Jahr 1997 kam es in Hongkong wahrscheinlich zu einer Übertragung zwischen einer erkrankten Person und dem behandelnden Arzt. Bei Erkrankungen innerhalb dreier Familien in Vietnam (Februar 2004), Thailand (September 2004) und Indonesien (May 2006) gelten Mensch zu Mensch Übertragungen als möglich. Es gibt im Moment keine Anhaltspunkte, dass das Virus leicht von Mensch zu Mensch übertragbar wäre.

Wie ernsthaft ist die durch das Vogelgrippevirus verursachte Erkrankung?

Detaillierte Aussagen zum Krankheitsverlauf bei Vogelgrippeinfektionen lassen sich aufgrund der wenigen dokumentierten Fälle bisher kaum machen. Ganz generell kann eine Grippeinfektion beim Menschen ohne Symptome verlaufen, aber auch Erkrankungen unterschiedlicher Intensität verursachen; das Spektrum reicht von leichten Erkältungssymptomen bis zu schwerwiegender Lungenentzündung und zum Tod. Bei ansonsten gesunden Menschen sind Grippeerkrankungen zwar unangenehm, heilen in der Regel jedoch ohne Komplikationen aus. Bei vielen Patienten mit einer H5N1-Infektion konnte ein schwerer klinischer Verlauf mit rascher Verschlechterung des Gesundheitszustandes beobachtet werden.

Wenn sich ein Mensch mit dem Vogelgrippevirus infiziert: Wie lange geht es, bis die Krankheit ausbricht? Die Zeit zwischen der Infektion und dem Auftreten erster Symptome bezeichnet man als Inkubationszeit. Bei den ersten Fällen von Vogelgrippe beim Menschen, die im Jahr 1997 auftraten, betrug die Inkubationszeit 2 bis 4 Tage. Beim derzeitigen Ausbruch wurden ähnliche Zeitspannen - 2 bis 8 Tage - beobachtet.

Was sind die Symptome einer Infektion mit dem Vogelgrippevirus beim Menschen?

Der frühe Verlauf einer Vogelgrippeerkrankung beim Menschen ist gekennzeichnet durch hohes Fieber über 38C, Husten, ein ausgeprägtes Krankheits- und Schwächegefühl und Muskelschmerzen. Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen wurden bei einigen Patienten im Frühstadium der Erkrankung ebenfalls beobachtet. Im weiteren Verlauf kommt es häufig zu Atembeschwerden und Atemnot. Viele der erkrankten Personen entwickelten schließlich eine Lungenentzündung. Tödliche Ausgänge einer Infektion mit dem Vogelgrippevirus sind hauptsächlich auf ein Versagen der Atmung resp. auf ein Versagen mehrerer Organe zurückzuführen. Wie groß ist das Risiko, dass sich der Mensch über Geflügelprodukte aus betroffenen Regionen mit dem Vogelgrippevirus infiziert?

Eine Übertragung des Virus durch Konsum von gekochtem Geflügelfleisch und Eiern oder durch Kontakt mit Geflügelnebenprodukten (wie z. B. Federn) konnte bisher nicht nachgewiesen werden und ist nach heutigem Stand der Wissenschaft sehr unwahrscheinlich

Welche Empfehlungen gelten für Reisende in die von Vogelgrippe betroffenen Regionen?

Das Ansteckungsrisiko für Reisende ist äußerst gering; es sind bisher keine Infektionen mit dem Vogelgrippevirus bei Touristen oder Geschäftsreisenden aufgetreten. In den betroffenen Gebieten wird empfohlen, den Kontakt zu lebenden oder toten Hühnern und Wasservögeln zu meiden sowie keine Geflügelbetriebe oder Tiermärkte zu besuchen. Eine Infektion mit dem Vogelgrippevirus konnte bisher nicht mit dem Verzehr von gekochtem Geflügelfleisch oder gekochten Eiern in 4/4 Verbindung gebracht werden. Ein Risiko beim Konsum von gebratenem Fleisch besteht somit auch in den betroffenen Ländern nicht. Daher ist es aus Sicht des Bundesamtes für Gesundheit und der Schweizerischen Arbeitsgruppe für Reisemedizin nicht nötig, dass Reisende in die von der Vogelgrippe betroffenen Länder, antivirale Medikamente auf Reserve mitnehmen.

Kann sich aus dem momentan zirkulierenden Vogelgrippevirus ein für Menschen gefährliches pandemisches Grippevirus entwickeln?

Theoretisch ja. Zum jetzigen Zeitpunkt kann allerdings weder vorausgesagt werden, ob sich das momentan zirkulierende Vogelgrippevirus zu einem pandemischen Grippevirus entwickeln wird, noch wann dies passieren könnte. Eine Pandemie ist eine weltweite Ausbreitung einer Krankheit. Für das Auftreten einer Pandemie müssen drei Kriterien erfüllt sein.
Ein Virus muss
- neuartig und für das menschliche Abwehrsystem noch unbekannt sein,
- beim Menschen eine Erkrankung auslösen können (hohe Pathogenität) und
- leicht von Mensch zu Mensch übertragbar sein (hohe Infektiosität).
Die ersten beiden Kriterien werden vom Vogelgrippevirus H5N1 erfüllt, hingegen nicht das dritte. Das Vogelgrippevirus hat bis anhin zu keinen größeren Ausbrüchen beim Menschen geführt. Eine potenzielle Gefahr liegt darin, dass sich das Virus im Verlaufe der Zeit verändert, an den Menschen anpasst und leicht von Mensch zu Mensch übertragbar wird. Molekularbiologische Untersuchungen haben gezeigt, dass sich das gegenwärtige Vogelgrippevirus im Verlauf der letzten Monate genetisch verändert hat. Zurzeit bestehen jedoch keine eindeutigen Anhaltspunkte, dass sich das Virus in einer Weise verändert hat, dass es von Mensch zu Mensch übertragen werden kann und zu Ausbrüchen führt. Mit einer intensiven weltweiten Überwachung der Grippeviren soll bei Auftreten eines derartigen Ausbruchs durch geeignete Maßnahmen die Pandemie in einem frühen Stadium eingedämmt werden.


Haftungsausschluss:
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei allen Empfehlungen nur um Tipps handelt, aus denen keinerlei Haftungsansprüche abgeleitet werden können.

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