Freiwillige Feuerwehr Weißkeißel

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62 Kameraden kämpfen stundenlang
gegen Flammenmeer in Groß Düben


Der gestrige Donnerstag war ein Schicksalstag, den die Kameraden von Groß Düben und der ganze Ort so schnell nicht vergessen werden. Denn nur wenige Minuten nach der Beisetzungsfeier für den am 28.Januar plötzlich verstorbenen Gemeindewehrleiter - an der über 250 Vertretern der umliegenden Feuerwehren teilnahmen - mussten die Kameraden zum Großeinsatz ausrücken.

"Unsere Kameraden hatten nach der Trauerfeier gerade die Fahrzeuge am Gerätehaus abgestellt, da ertönte um 14:36 Uhr plötzlich die Sirene", sagte der Bürgermeister Helmut Krautz. Dass sich ein Brandherd in einem Nebengebäude eines Privathauses in der Dorfstraße zu einem gefährlichen Dauerfeuer entwickeln würde, dachte zu Alarmierungszeitpunkt niemand. Doch selbst knapp vier Stunden nach Brandalarm hatten die inzwischen 62 zu Hilfe gerufenen Kameraden der Feuerwehren Groß Düden, Halbendorf, Schleife, Mulkwitz, Trebendorf, Rohne, Weißwasser und dem brandenburgischen Döbern die Flammen noch nicht im Griff. Immer wieder loderte Feuer in der Werkstatt samt Maschinen, Holzlager und halb offenem Nebengebäude auf. "Einsatzkräfte, Löschfahrzeuge, Atemschutzgeräteträger und Technik vor Ort sind ausreichend, Dass aber weder Wasser noch Schaum eine Wirkung zeigte, habe ich noch nie erlebt", so der stellvertretende Kreisbrandmeister Henry Kossack. Auch der erfahrene Einsatzleiter Frank Loff aus Schleife war erstaunt über die Entwicklung des Brandes. "Unter voller Beleuchtung bekämpfen wir jetzt das Feuer auf einer Fläche von 18 mal 30 Metern".

Zur Brandursache in Groß Düden konnte der Einsatzleiter noch keine Angaben machen. Klar ist dagegen schon der entstandene Schaden. Mindestens 100 000 Euro. Wann der Kampf gegen die Flammen beendet ist weiß noch keiner, bekannt ist dagegen, dass eine Nachtwache zur Brandherdbeobachtung eingerichtet wurde. Wegen der Kälte, bis zu -12Grad Celsius, während des stundenlangen Großbrandes wechselten sich die im Einsatz befindlichen Wehren und Kameraden zudem mit Pausen ab. Zum kurzzeitigen Aufwärmen und erholen diente das Gerätehaus in groß Düben, wo Gemeinde, Bürger und Feuerwehrmitglieder die Einsatzkräfte mit Essen und warmen Getränken versorgten.
Auszug SZ von Sabine Larbig

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